König wie Kaiser

Die Geschichte von einem König der Kaiser sein wollte

So wird im verborgenen seit geraumer Zeit eine Geschichte erzählt, die sich vor vielen, vielen Jahren zu getragen haben soll. Jene soll hier zum Ausdruck kommen.

Einst lebte in einem fernen Land ein König, ganz so wie er auch in anderen Berichten dieser Zeit Erwähnung findet, und führte ein stolzes Reich mit strenger Hand, doch wohlwollend und in Harmonie mit seinen Untergebenen. Und es mangelte niemanden. Dies sollte auch über einige Zeit so sein ohne dass es Grund zur Klage gab, und diese Geschicht' wär wohl auch nicht niedergeschrieben worden.

Es schien als würd' sich der König allmählich zu langweilen beginnen und Zorn ward ihm im Gesichte abzulesen. Schnell wurde der Spekulation Vorschub geleistet, des Königs neuer Unmut war in aller Munde in derlei verschiedenster Art, dass einem die Zöpfe drohen weg zu fliegen. Als plötzlich unserem König beim heidnisch österlichen Ritual der höheren Zyklen mit anschliessendem Wein, Weib und Gesang die Wahrheit entfuhr, vermutlich unbedacht und auf eine lose Zunge durch den gehaltvollen Met zurück zuführen.
Zumindest wurde somit der Küche der Gerüchte der Quell und Hort genommen, die abendlichen Zankerein in den hiesigen Schankhäusern beruhigten sich wieder auf ein übliches Maß.

"Ich will Kaiser sein!" - waren seine Worte, und es bestand kein Zweifel an Ihrer Wahrhaftigkeit.